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Dass sich diese Meilemer Singspatzen musikalisch durch ihren Gesang in unserer Region schon seit Jahren immer wieder ausgezeichnet hatten, bezweifelte wohl niemand. Doch anlässlich ihres alljährlichen Reisleins waren diesmal andere Qualitäten gefragt: Flexibilität, Kreativität, Sportlichkeit, Durchhaltewillen, Kameradschaft, Humor, Kommunikationsfreudigkeit und ……. lesen sie selbst:

Für einige war es noch kurz nach dem Morgengrauen (08.15), als sich die Horde Singspatzen vor dem Bahnhof Meilen traf, um sich an bereitgestellten Gipfeli die Schnäbel zu wetzten. Als sich der Zug in Bewegung setzte, wusste noch keiner, dass wir eine gute Stunde später, vor dem Brauchtumsmuseum in Urnäsch stehen und dort unserer Kollegin, welche gleichentags ihren vierzigsten Geburtstag feierte und deshalb Zuhause geblieben war, per Natel unsere musikalischen Grüsse überbringen würden. Was sich während der Videoeinführung im Museum alles im Dunkeln ereignete, sei der Zensur anheim gestellt. Die anschliessende Führung begeisterte uns alle.

Mit der Gondelbahn ging es dann hinauf zum Chronberg, wo wir eine einzigartige Aussicht und ein typisches Appenzellermittagessen genossen. Nun folgte der konditionelle, sportliche Teil: Während gut zwei Stunden folgten wir einem Wanderweg, der sich mehr oder weniger steil dem Tal zuneigte. Auf halber Höhe konnten wir uns an einem Zwieri und lüpfiger Appenzellermusik neu stärken.

Bei interessanten, zum Teil sehr tief schürfenden Gesprächen, verging die Zeit wie im Fluge und wir erreichten unser Ziel, ein ruhig gelegenes, wunderschönes Appenzellerhotel mit eigener Quelle, namens „Kaubad“.

Während eines exquisiten Nachtessens wurden wir zunächst von einem jungen Appenzeller mit seiner Hackbrettmusik und einigen Witzen unterhalten, um anschliessend von dessen Vater in die Kunst des Naturjodelns (rugguserle (AI), zeierle (AR)) eingeführt zu werden. Dazu gehörte natürlich auch das Talerschwingen.

Auch diese Herausforderung meisterten wir mit Bravour.

Nach einer ruhigen Nacht und einem reichlichen Frühstück, reisten wir per Zug nach Herisau, wo das Kantonale Schwingfest stattfand. Obwohl wir auch hier hohe Flexibilität und Durchhaltewillen zeigten, konnten wir nicht verhindern, dass wir durch einen sintflutartigen Wolkenbruch zur Flucht zurück zum Bahnhof getrieben wurden. Nach einem Tenuewechsel verschoben wir uns nach Rapperswil, wo wir uns, gleichsam zur Belohnung, noch eine gemütliche Schifffahrt auf dem Zürichsee leisteten.

Da bleibt nur noch zu sagen: Bravo Spatzen, ihr habt euch ein weiteres Mal super bewährt und ein ganz grosses Dankeschön an unsere Organisatoren Therese und Raymond.